Re: Dunkles Konzil [Alle, SL]
Verfasst: Sa 16. Mai 2026, 12:39
Die Antwort von Diamond schien einige Punkte zu bestätigen, die Masamune schon vermutet hatte und zugleich überraschte sie den Japaner. Er runzelte leicht die Stirn, nickt dann aber dem Mann neben sich abschließend zu, um sich mit der Masse in den Halbkreis zu bewegen. Dort positionierte er sich nicht bei Meron, sondern in der Nähe von Magnus - wenn auch nicht gleich hinter ihm. Er wollte den Mann die ganze Zeit im Auge behalten und im Zweifelsfall eingreifen können.
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Liam zuckte unwillkürlich leicht zusammen als der Blick des Ältesten ihn traf. Er hatte zwar damit gerechnet, dass er heute Abend auf die eine oder andere Weise über das berichten würde was er mit Masamune zusammen erlebt hatte, doch die Kulisse und die allumfassende Aufmerksamkeit aller im Raum schüchterten ihn ehrlicherweise mindestens so sehr ein wie die Aura die von den drei Garou ausging.
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Der Aufruf traf Masamune unvorbereitet. Er war zu sehr fokussiert auf den fremden Mann, dass ihn die ‘Bitte’ des Ältesten der Garou komplett aus dem Konzept riss. Natürlich war er darauf vorbereitet gewesen, wie Liam auch, hier berichten zu müssen. Aber, dass die ganze Aufklärung den Beiden überlassen wurde, war ihm nicht in den Sinn gekommen. Und so raffte sich der Japaner, zog seine Kleidung zurecht, suchte den Blick von Liam und schritt vor ins Zentrum des Kreises. ------------------
Trotzdem zwang er sich gemeinsam mit Masamune vorzutreten. Immerhin musste er das nicht allein durchstehen.
"ʔu siʔab", begann er und hob dabei die Hände mit den geöffneten Handflächen. Ein respektvoller Gruß gegenüber einem Älteren in der Sprache seines Stammes.
„Ich bin Liam Carpenter. Ich habe mich bisher noch keiner Tradition angeschlossen.“
Dass er sich vorstellte galt vornehmlich den versammelten Magiern im Raum. Er ging davon aus, dass die drei Ältesten sehr genau wussten wer er war. Die Auswahl an Stammesmitgliedern unter den Magi war begrenzt. Auf genau… eins.
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Vielleicht hätte er sich vorher mit Liam absprechen sollen, welche Riten bei seinem Volk galten. Nun jedoch war es zu spät. Er tat seinem Freund die Bewegung der Hände gleich und verband dies mit einer Verbeugung aus seiner eigenen Tradition. Tief und zugleich aufrecht, wie sie den Ältesten gelten sollte - denjenigen, denen Respekt gebührte. “Vielen Dank für die Gelegenheit hier zu sprechen. Mein Name ist Kiyoshi Masamune. Ich bin Schüler von Meron von der Bruderschaft Akashas. Und ich war Zeuge jenes Duells, bei dem John ehrenhaft kämpfte und dann hinterrücks ermordet wurde. Ich bedauere Euren Verlust und versichere euch, dass hier nur die Wahrheit gesprochen wird.”
Doch dann überließ er Liam das Wort. Es war sein Volk. Daher war es angebracht ihn sprechen zu lassen. Er selbst hielt sich zunächst zurück und bekräftigte die Erzählung mit zustimmenden Gesten. ------------------
„Masamune und ich bemühen uns schon seit einer ganzen Weile darum Johns Ermordung auf den Grund zu gehen. Leider konnten wir wenig Erfolg verzeichnen, bis uns ein anonymer Hinweis zur Space Needle geführt hat. Dort konnten wir unbemerkt einem Gespräch beiwohnen. Johns Mörder traf dort seine Auftraggeberin. Eine Frau, die in eine Schattengestalt gehüllt auftrat und deren Stimme weder Masamune noch ich erkannt haben. Soweit wir sagen können, handelte es sich nicht um die Frau, die John während des Certamen bekämpft hat. Aus ihren Worten ging hervor, dass John…“
Er stockte kurz. Musste sich räuspern um den Knoten der Wut herunterzuwürgen der sich in seiner Kehle bildete.
„… John sterben musste, um Unfrieden und Chaos zu stiften und die Magiergemeinschaft zu entzweien. Weiterhin gab sie ihm Anweisung hier und heute einen zweiten Mord zu begehen. Das Ziel sollen sie sein, Mister Rudolpho, oder jemand aus ihrer Tradition.“
Sein Blick verhielt einen Moment auf dem Hermetiker.
„Leider wurden wir nach dem Gespräch entdeckt und wir konnten den Mann nicht überwältigen. Er ließ uns bewusstlos im Fahrstuhl der Space Needle zurück. Er sah aus wie Mister Magnus.“
Er formulierte seinen letzten Satz ganz bewusst, wie er ihn formulierte. Weil er nicht einen Funken von Erkennen in Magnus Gesicht hatte lesen können. Weder seine noch Masamunes Anwesenheit hatte ihm irgendeine Reaktion entlockt. Und das weckte einen Hauch von Zweifel daran, dass die Dinge waren, was er sie zu sein glaubte. Nach allem was er im Casino gesehen hatte, hielt er es nicht für unmöglich, dass der Mörder Magnus sein Gesicht gestohlen hatte und der Mann wirklich so ahnungslos war wie er erschien.
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Masamune hatte die ganze Zeit über immer wieder in das verwirrte Gesicht von Magnus geschaut. Dieser hatte nicht auf die Anderen geachtet, als er reinkam und vielleicht deshalb die Anwesenheit von Liam und Masamune nicht bemerkt gehabt. Nun war es jedoch an Masamune noch etwas aus seiner eigenen Erinnerung zu ergänzen. Im Gegensatz zu Liam war er bei der Beschuldigung offensiver.
“Bevor wir ausgeschaltet wurden, gelang es mir, einen kräftigen Schlag gegen Magnus zu setzen, der mit Sicherheit seine Konzentration gebrochen hätte. Ein Zauber, der seine Gestalt änderte, erscheint mir daher unwahrscheinlich, wenngleich nicht unmöglich. Und auch der Fokus, den er nutze, um seinen Zauber zu wirken, passt zu der Vergangenheit von Magnus: Das Gerät eines Ätheriten, der heute keiner mehr ist."
Der Blick des Japaners forderte Magnus heraus. Dann machte er eine kurze Pause und zögerte. Masamune schloss die Augen und atmete kurz durch. Schließlich offenbarte er das letzte Detail besagten Abends.
“Die Schattengestalt strahlte Macht aus. Und Magnus war an jenem Abend sehr unterwürfig. Er bezeichnete sie mehrfach als Herrin. Und sowohl der Mord an John, als auch der heute geplante Mord, wirkten auf mich, wie ein… Test. Sie waren Aufgaben, um ihr Schüler zu werden. Der Schüler einer … wenn mir die Vermutung gestattet ist… Nephandi."
Liam zuckte unwillkürlich leicht zusammen als der Blick des Ältesten ihn traf. Er hatte zwar damit gerechnet, dass er heute Abend auf die eine oder andere Weise über das berichten würde was er mit Masamune zusammen erlebt hatte, doch die Kulisse und die allumfassende Aufmerksamkeit aller im Raum schüchterten ihn ehrlicherweise mindestens so sehr ein wie die Aura die von den drei Garou ausging.
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Der Aufruf traf Masamune unvorbereitet. Er war zu sehr fokussiert auf den fremden Mann, dass ihn die ‘Bitte’ des Ältesten der Garou komplett aus dem Konzept riss. Natürlich war er darauf vorbereitet gewesen, wie Liam auch, hier berichten zu müssen. Aber, dass die ganze Aufklärung den Beiden überlassen wurde, war ihm nicht in den Sinn gekommen. Und so raffte sich der Japaner, zog seine Kleidung zurecht, suchte den Blick von Liam und schritt vor ins Zentrum des Kreises. ------------------
Trotzdem zwang er sich gemeinsam mit Masamune vorzutreten. Immerhin musste er das nicht allein durchstehen.
"ʔu siʔab", begann er und hob dabei die Hände mit den geöffneten Handflächen. Ein respektvoller Gruß gegenüber einem Älteren in der Sprache seines Stammes.
„Ich bin Liam Carpenter. Ich habe mich bisher noch keiner Tradition angeschlossen.“
Dass er sich vorstellte galt vornehmlich den versammelten Magiern im Raum. Er ging davon aus, dass die drei Ältesten sehr genau wussten wer er war. Die Auswahl an Stammesmitgliedern unter den Magi war begrenzt. Auf genau… eins.
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Vielleicht hätte er sich vorher mit Liam absprechen sollen, welche Riten bei seinem Volk galten. Nun jedoch war es zu spät. Er tat seinem Freund die Bewegung der Hände gleich und verband dies mit einer Verbeugung aus seiner eigenen Tradition. Tief und zugleich aufrecht, wie sie den Ältesten gelten sollte - denjenigen, denen Respekt gebührte. “Vielen Dank für die Gelegenheit hier zu sprechen. Mein Name ist Kiyoshi Masamune. Ich bin Schüler von Meron von der Bruderschaft Akashas. Und ich war Zeuge jenes Duells, bei dem John ehrenhaft kämpfte und dann hinterrücks ermordet wurde. Ich bedauere Euren Verlust und versichere euch, dass hier nur die Wahrheit gesprochen wird.”
Doch dann überließ er Liam das Wort. Es war sein Volk. Daher war es angebracht ihn sprechen zu lassen. Er selbst hielt sich zunächst zurück und bekräftigte die Erzählung mit zustimmenden Gesten. ------------------
„Masamune und ich bemühen uns schon seit einer ganzen Weile darum Johns Ermordung auf den Grund zu gehen. Leider konnten wir wenig Erfolg verzeichnen, bis uns ein anonymer Hinweis zur Space Needle geführt hat. Dort konnten wir unbemerkt einem Gespräch beiwohnen. Johns Mörder traf dort seine Auftraggeberin. Eine Frau, die in eine Schattengestalt gehüllt auftrat und deren Stimme weder Masamune noch ich erkannt haben. Soweit wir sagen können, handelte es sich nicht um die Frau, die John während des Certamen bekämpft hat. Aus ihren Worten ging hervor, dass John…“
Er stockte kurz. Musste sich räuspern um den Knoten der Wut herunterzuwürgen der sich in seiner Kehle bildete.
„… John sterben musste, um Unfrieden und Chaos zu stiften und die Magiergemeinschaft zu entzweien. Weiterhin gab sie ihm Anweisung hier und heute einen zweiten Mord zu begehen. Das Ziel sollen sie sein, Mister Rudolpho, oder jemand aus ihrer Tradition.“
Sein Blick verhielt einen Moment auf dem Hermetiker.
„Leider wurden wir nach dem Gespräch entdeckt und wir konnten den Mann nicht überwältigen. Er ließ uns bewusstlos im Fahrstuhl der Space Needle zurück. Er sah aus wie Mister Magnus.“
Er formulierte seinen letzten Satz ganz bewusst, wie er ihn formulierte. Weil er nicht einen Funken von Erkennen in Magnus Gesicht hatte lesen können. Weder seine noch Masamunes Anwesenheit hatte ihm irgendeine Reaktion entlockt. Und das weckte einen Hauch von Zweifel daran, dass die Dinge waren, was er sie zu sein glaubte. Nach allem was er im Casino gesehen hatte, hielt er es nicht für unmöglich, dass der Mörder Magnus sein Gesicht gestohlen hatte und der Mann wirklich so ahnungslos war wie er erschien.
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Masamune hatte die ganze Zeit über immer wieder in das verwirrte Gesicht von Magnus geschaut. Dieser hatte nicht auf die Anderen geachtet, als er reinkam und vielleicht deshalb die Anwesenheit von Liam und Masamune nicht bemerkt gehabt. Nun war es jedoch an Masamune noch etwas aus seiner eigenen Erinnerung zu ergänzen. Im Gegensatz zu Liam war er bei der Beschuldigung offensiver.
“Bevor wir ausgeschaltet wurden, gelang es mir, einen kräftigen Schlag gegen Magnus zu setzen, der mit Sicherheit seine Konzentration gebrochen hätte. Ein Zauber, der seine Gestalt änderte, erscheint mir daher unwahrscheinlich, wenngleich nicht unmöglich. Und auch der Fokus, den er nutze, um seinen Zauber zu wirken, passt zu der Vergangenheit von Magnus: Das Gerät eines Ätheriten, der heute keiner mehr ist."
Der Blick des Japaners forderte Magnus heraus. Dann machte er eine kurze Pause und zögerte. Masamune schloss die Augen und atmete kurz durch. Schließlich offenbarte er das letzte Detail besagten Abends.
“Die Schattengestalt strahlte Macht aus. Und Magnus war an jenem Abend sehr unterwürfig. Er bezeichnete sie mehrfach als Herrin. Und sowohl der Mord an John, als auch der heute geplante Mord, wirkten auf mich, wie ein… Test. Sie waren Aufgaben, um ihr Schüler zu werden. Der Schüler einer … wenn mir die Vermutung gestattet ist… Nephandi."