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Nur wegen den Beiden [Yubilèe (SL), Liam, Masamune]

Verfasst: So 30. Aug 2026, 20:54
von Masamune
Die Tür zur Traver Gallery öffnet sich mit einem gedämpften Geräusch und lässt für einen Augenblick die Geräusche der Außenwelt herein. Von draußen dringen das entfernte Brummen eines Motors, Reifen auf dem Asphalt und vereinzelte Stimmen herüber. Dann fällt die Tür wieder ins Schloss, und die Geräuschkulisse wird beinahe vollständig ausgesperrt.

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Im Inneren herrscht eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre.

Die Galerie befindet sich in einem ehemaligen Industriegebäude am Ship Canal. Die hohen Decken und die großzügigen, offenen Räume erinnern noch an die frühere Nutzung des Gebäudes. Beton, Metall und nüchterne architektonische Elemente bilden einen deutlichen Kontrast zu den empfindlichen und teilweise filigranen Kunstwerken.

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Es sind an diesem Nachmittag nicht besonders viele Menschen in der Galerie.

Ein älteres Paar steht vor einer der Arbeiten und spricht leise miteinander. Einige Meter weiter betrachtet ein Mann mit schwarzer Brille ein Werk und macht sich gelegentlich Notizen in einem kleinen Heft. Zwei jüngere Besucher bewegen sich langsam durch den Raum und tauschen gedämpfte Bemerkungen aus.

Vor allem im vorderen Ausstellungsraum fällt die aktuelle Ausstellung „Discontinuity“ von Gabrielle Wambaugh ins Auge. Die Arbeiten spielen stark mit Material, Form, Licht und Wahrnehmung. Je nach Blickwinkel wirken einzelne Oberflächen transparent, massiv, glatt oder beinahe schwerelos. Das Tageslicht verändert die Wirkung der Arbeiten ständig. Das Licht fällt durch große Fenster in den Raum. Der helle Septembernachmittag draußen sorgt für natürliches Licht, das sich mit der gleichmäßigen Beleuchtung der Galerie mischt.

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Im angrenzenden Bereich befindet sich die Gruppenausstellung „Back To School“ mit Arbeiten von Nancy Callan, Natalya Burd, Nathan Lynch und Dharma Strasser MacColl. Hier wirkt der Raum etwas lebendiger. Unterschiedliche Formen, Materialien und künstlerische Handschriften stehen nebeneinander und erzeugen einen bewussten Kontrast. Die Werke wirken teilweise verspielt, teilweise abstrakt und teilweise beinahe architektonisch. Zwischen den einzelnen Arbeiten bleibt viel freier Raum.

Durch die Fenster ist der industrielle Charakter der Umgebung sichtbar.

Die Galerie wirkt dadurch weder wie ein klassisches Museum noch wie eine luxuriöse Kunsthalle. Sie hat etwas Arbeitsames und Unfertiges, obwohl jedes Kunstwerk sorgfältig präsentiert wird. Die Vergangenheit des Gebäudes bleibt spürbar, ohne dass sie in den Vordergrund gerückt wird.

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Masamune hatte Yubilèe auf dem gleichen Weg kontaktiert, wie beim ersten Mal. Einige Tage später fand er einen Zettel mit einer Telefonnummer. Dieses Mal war sie bereit für ein Treffen zu dritt. Der Japaner hatte daraufhin Liam über Ort und Zeit informiert.

Und jetzt standen sie da im Eingangsbereich des Museums. Masamune schaute sich um und versuchte an der Unordnung der Ausstellungsobjekte vorbei zu sehen - suchte nach dem schwarzen Trenchcoat.

"Siehst du sie irgendwo, Liam?"

Sein Blick blieb kurz an einem unsymetrischen Kunstwerk hängen und er unterdrückte den Drang hin zu gehen und die Dinge gerade zu rücken. Rasch drehte Masamune den Kopf zu seinem Begleiter um.

"Ich hoffe wir finden sie schnell... oder sie uns."