Wilder Beginn des neuen Jahres [Liam, Kele (SL)]

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Mystiker
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Re: Wilder Beginn des neuen Jahres [Liam, Kele (SL)]

Beitrag von Mystiker »

Kele sah Liam ernst an. In ihrem Blick war weniger Verständnis, als Härte zu erkennen. "Also sind sie wie alle Menschen, Gruppen und so, ja?" Sie schüttelte mit dem Kopf. "Willkommen im Leben Liam! Glaub ja nicht das es anderswo besser wäre. Garou und Geister sind teils noch Geheimnistuerischer. Bestimmte Geister sprechen nur in Rätseln und um sie zu verstehen musst du deine Gehirnwindungen echt anstrengen. Menschen sind von Natur aus darauf aus für sich einen Vorteil heraus zu schlagen. Vertrauen kann tödlich enden, egal in welcher Gesellschaft man sich befindet. Es ist leider nicht alles Friede, Freude Eierkuchen, auch wenn ich mir das manchmal wünschen würde."

Ihre Stimme war dunkler geworden. Der Raue Ton raspelte die dünne Schicht der Menschlichkeit, welche Kele trug einfach von ihrem eigentlichen Wesen, welches sie war, herunter. Darunter kam ein Monster hervor. Ein Raubtier, dass überleben wollte und es mit allen Mitteln tun würde. Nicht, dass Liam eine Gefahr war, aber sie setzte sich trotzdem auf und in ihren Augen konnte Liam wieder den Garou sehen, der ihn bei ihrer ersten Begegnung fast zerfleischt hätte.

"Ob du etwas damit zu tun haben willst, oder nicht, ist vollkommen egal. DU bist jetzt ein Teil dieser Magiergesellschaft. Das heißt entweder du arrangierst dich damit, lernst darin zu navigieren oder du gehst unter und stirbst!" Sie hatte sich erhoben und den Tee auf den Tisch gestellt. Sie beugte sich über ihn wie ein finsterer Rachegott. Die Aggressivität und der Zorn der Garou troff aus jeder ihrer Poren. Beinahe hatte Liam das Gefühl, dass er die Tropfen spüren konnte. Dabei war Keles Stimme nicht erhoben, dass machte es aber nur noch bedrohlicher. "Und, wenn du stirbst und dadurch meinen Alpha unglücklich machen solltest, dann komme ich selbst die in die ewigen Jagdgründe nach und reiße deinen Geist solange in Stücke, bis NICHTS mehr davon übrig ist, verstanden?"

Nach diesen Worten schien der Zorn wieder zu verrauchen und sie atmete durch. Noch immer stand sie vor ihm und stemmte jetzt ihre Hände in ihre Hüften, bevor sie ihr Haar wieder zurück auf den Rücken warf und sich nach ihrem Tee umdrehte. "Ich glaube das liegt daran, dass die Meisten es schlicht gar nicht wissen. Wir töten ja auch die Meisten, die es versuchen oder jagen sie weg." sie zuckte mit den Schultern und lies sich wieder auf das Sofa plumpsen. "Der Grund ist, dass in jedem Caern ein Geist wohnt, der an diesen gebunden ist. Nehmt ihr jetzt Energie, dann schwächt ihr diesen Geist und damit den Schutz des Ortes vor dem Wyrm. Das kann soweit gehen, bis der Geist stirbt und der Caern ungeschützt daliegt." Ihre Stimme hatte wieder ihren normalen Ton angenommen. Diese dünne Schicht des Menschen war wieder da. Aber, wenn man sie einmal hatte reißen sehen, dann vergaß man nicht so schnell, dass diese andere Seite existierte.

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Liam Carpenter
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Re: Wilder Beginn des neuen Jahres [Liam, Kele (SL)]

Beitrag von Liam Carpenter »

Es kostete ihn eine Menge Willenskraft angesichts ihres Ausbruchs nicht die Flucht zu ergreifen. Stemmte sich gegen einen tief verankerter Instinkt der ihn aufforderte doch bitte um sein Leben zu rennen.
Er rannte nicht. Aber viel hatte nicht gefehlt.
„Wir sind absolut einer Meinung was das nicht sterben angeht.“, antwortete er und bemühte sich dabei um einen ruhigen Ton. Irgendwie zweifelte er nicht daran, dass sie den Teil mit dem Geist in Stücke reißen nicht nur sinnbildlich gemeint hatte. Verrückt wie schnell er sich letztendlich doch mit der Existenz solche Möglichkeiten abgefunden hatte.

„Ansonsten sehe ich die Dinge offensichtlich anderes als du. Gerade weil ich ein Teil davon bin werde ich mich ganz bestimmt nicht damit abfinden und mich auch ganz sicher nicht damit arrangieren. Auch wenn dabei früher oder später ganz sicher Jemandem auf die Füße treten werde. Denn wenn jeder so denkt, dann wird sich nie etwas zum Besseren verändern. Dann werden wir alle immer nur versuchen das Spiel zu gewinnen anstatt endlich damit aufzuhören so beschissene Spiele zu spielen. Und natürlich ist das naiv. Ich bin weder blind noch taub Kele. Dass ich mich bei Boing ans Werkstor gekettet habe, hat überhaupt keine Rolle gespielt. Aber dass meinetwegen zwei, oder drei andere das mit mir getan haben. DAS spielt eine Rolle. Und wenn aus zwei, oder drei irgendwann hunderte werden. DANN fangen Dinge an sich zu bewegen. Aber irgendjemand muss den ersten Schritt machen. Irgendjemand muss aufstehen und zu diesem Tor gehen. Und ich werde nicht derjenige sein der sich umdreht und so tut als wären all die beschissenen Spiele um mich herum Naturgesetze mit denen ich mich abfinden und arrangieren muss. Einen Scheißdreck muss ich.“

Je länger er sprach umso leidenschaftlicher wurde seine Stimme. Sie war nicht die Einzige die eine emotionale Reden halten konnte. Auch wenn seine weniger einschüchternd, dafür aber nicht weniger wütend, war. Er war wütend. Manchmal auf die ganze Welt. Darauf, dass täglich 2 Millionen Tiere unter grauenvollen Bedingungen geschlachtet wurden. Darauf, dass über 100 Millionen Tonnen Plastik die Ozeane vermüllten. Darauf dass keiner aus diesem ganzen Kreis ach so mächtiger Magiewirker etwas unternommen hatte nachdem John gestorben war. Aber die Antwort darauf war nicht sich damit abzufinden und sich innerhalb der Grenzen zu bewegen die andere für einen festgelegt hatten. Manche Dinge waren es einfach wert dafür ein Risiko einzugehen.
Auch er musste sich ganz bewusst von diesem Ärger distanzieren. Einen Schluck Tee und ein Durchatmen später hatte er sich wieder gefasst. Konnte ihr wieder mit der nötigen Aufmerksamkeit zuhören.
„Danke dass du das mit mir teilst.“
Auch wenn er ihr nicht zu einhundert Prozent folgen konnte wurde ihm doch klar, dass es um etwas für die Werwölfe sehr Essentielles ging.
„Wer oder was ist der Wyrm?“
Er hatte den begriff noch nie gehört konnte sich aber aus dem Zusammenhang ableiten dass die Garou ihn in irgendeiner Form als Feind oder Gegner betrachteten, wenn sie sich davor schützen mussten.

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