Die Adresse die Liam mit Masamune geteilt hatte lag an der Westbank des Duwamish Rivers mitten im Industriegebiet. Er hatte seinen Pick-up an der Straße geparkt und wartete neben dem Tor der ihnen Zugang zum Gelände des Duwamish Shipyard ermöglichen würde. Einem ehemaligen Werftgelände das heutzutage hauptsächlich zur Containerlagerung genutzt wurde.
Das Konzil lag erst wenige Tage zurück und er hatte die Ereignisse noch immer nicht wirklich vollständig eingeordnet und verarbeitet. Johns Mörder war nicht gefasst. Aber zumindest war das Thema jetzt wieder in allen Traditionen präsent und eine Eskalation von Seiten der Garou schien wenigstens für den Moment abgewendet. Das war… etwas. Fortschritt. Vermutlich hätte es schlechter laufen können. Trotzdem hatte der Abend mehr Fragen zurückgelassen als Beantwortet und es brannte ihm unter den Nägeln mit Masamune darüber zu sprechen. Nicht nur über das was passiert war, sondern auch über die Schlussfolgerungen die sich daraus ziehen ließen und in wie weit sie sich weiter involvieren würden.
Nachbeben [Liam, Masamune]
- Liam Carpenter
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Re: Nachbeben [Liam, Masamune]
Das Nachbeben in seinem Kopf war noch immer nicht verklungen.
Zu viele Dinge sind passiert - sind nicht passiert.
Vieles wurde gesagt - wurde nicht gesagt.
Einiges wurde beschlossen - wurde nicht beschlossen.
Sie waren dem Täter so nah an der Ferse gewesen. Und nach den Ereignissen beim Konzil, war es umso ärgerlicher, dass er nicht schneller gewesen war. Dann wäre die Anschuldigung nicht im Raum stehen geblieben und durch schlichte Aussagen negiert worden. Wäre er nicht über diese verflixte Kannte im Aufzug gestolpert, hätten Liam und er dem Täter weiter folgen können und vielleicht die fallende Maske gesehen. Und jetzt? Jetzt hatten Sie Nichts - keine weiteren Antworten. Nur Fragen.
Und doch - so schien es - hatte der Angreifer seinen Plan verändert. Es war bislang niemand gestorben. Zumindest hatte man nicht davon gehört. Und letztlich hatte Yubilèe sowas wie... Bewegung in die Sache gebracht. Aber konnte man ihr trauen? Konnte man irgendjemanden in der Runde trauen? Laut den Garou wurde nicht gelogen. Aber, was wenn derjenige unter ihnen gewesen war und einfach Nichts sagte? Oder keine unwahren Aussagen getroffen hatte? Selbst seine Anschuldigung hatte nicht die gehoffte Wirkung gebracht - was wohl an dem Auftauchen von Yubilèe gelegen hatte.
Masamune ärgerte sich, während er die Straße im Hafen entlang ging.
Nachdenklich.
Dann erblickte er Liam und beschleunigte seinen Gang etwas. Bei ihm angekommen, verneigte sich der Samurai. Höflich. Vielleicht etwas distanziert.
"Guten Abend, Liam-san. Wie geht es dir?"
Zu viele Dinge sind passiert - sind nicht passiert.
Vieles wurde gesagt - wurde nicht gesagt.
Einiges wurde beschlossen - wurde nicht beschlossen.
Sie waren dem Täter so nah an der Ferse gewesen. Und nach den Ereignissen beim Konzil, war es umso ärgerlicher, dass er nicht schneller gewesen war. Dann wäre die Anschuldigung nicht im Raum stehen geblieben und durch schlichte Aussagen negiert worden. Wäre er nicht über diese verflixte Kannte im Aufzug gestolpert, hätten Liam und er dem Täter weiter folgen können und vielleicht die fallende Maske gesehen. Und jetzt? Jetzt hatten Sie Nichts - keine weiteren Antworten. Nur Fragen.
Und doch - so schien es - hatte der Angreifer seinen Plan verändert. Es war bislang niemand gestorben. Zumindest hatte man nicht davon gehört. Und letztlich hatte Yubilèe sowas wie... Bewegung in die Sache gebracht. Aber konnte man ihr trauen? Konnte man irgendjemanden in der Runde trauen? Laut den Garou wurde nicht gelogen. Aber, was wenn derjenige unter ihnen gewesen war und einfach Nichts sagte? Oder keine unwahren Aussagen getroffen hatte? Selbst seine Anschuldigung hatte nicht die gehoffte Wirkung gebracht - was wohl an dem Auftauchen von Yubilèe gelegen hatte.
Masamune ärgerte sich, während er die Straße im Hafen entlang ging.
Nachdenklich.
Dann erblickte er Liam und beschleunigte seinen Gang etwas. Bei ihm angekommen, verneigte sich der Samurai. Höflich. Vielleicht etwas distanziert.
"Guten Abend, Liam-san. Wie geht es dir?"
Täuschung und Schein gleichen dem Traum und die Erleuchtung dem Erwachen daraus. Wer träumt, weiß nicht, dass er träumt. Nur der Erwachte weiß, dass er geträumt hat.
Pu’an
Pu’an
- Liam Carpenter
- Beiträge: 537
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Re: Nachbeben [Liam, Masamune]
„Hey. Schön, dass du Zeit hattest.“
Das Lächeln auf Liams Gesicht gelang etwas unsicher. Nicht distanziert. Es schien viel mehr so als sei er sich gerade nicht ganz sicher in wie fern das Konzil die Beziehung zwischen ihnen beeinflusst hatte.
„Ach naja… im Stress irgendwie. Mein Mitbewohner zieht aus und ich bin gerade auf der Suche nach einer anderen Bleibe. Deswegen sind wir hier. Also ich bin hier und ich dachte du hast vielleicht Lust mich zu begleiten.“
Er nahm den Schlüssel aus der Tasche und öffnete das Vorhängeschloss das die Kette zusammenhielt und zog das Tor auf.
„Und ehrlicherweise hängt mir das Konzil auch noch ein bisschen nach. Sogar… mehr als ein bisschen. Und wie gehts dir?“
Das Lächeln auf Liams Gesicht gelang etwas unsicher. Nicht distanziert. Es schien viel mehr so als sei er sich gerade nicht ganz sicher in wie fern das Konzil die Beziehung zwischen ihnen beeinflusst hatte.
„Ach naja… im Stress irgendwie. Mein Mitbewohner zieht aus und ich bin gerade auf der Suche nach einer anderen Bleibe. Deswegen sind wir hier. Also ich bin hier und ich dachte du hast vielleicht Lust mich zu begleiten.“
Er nahm den Schlüssel aus der Tasche und öffnete das Vorhängeschloss das die Kette zusammenhielt und zog das Tor auf.
„Und ehrlicherweise hängt mir das Konzil auch noch ein bisschen nach. Sogar… mehr als ein bisschen. Und wie gehts dir?“
Re: Nachbeben [Liam, Masamune]
Der Samurai hob eine Braue und blickte durch den Zaun auf das Gelände dahinter.
"Du suchst eine Wohnung? Hier?"
Seine Augen wanderten zu Liam.
"Wie kurzfristig musst du ausziehen? Wenn du willst kannst du im Dojo schlafen, bis du etwas... gefunden hast."
Auf der anderen Seite: War ein Hafen wirklich so viel schlechter, als ein alter Supermarkt? Masamune grinste. Ein Grinsen, dass verstarb, als Liam das Konzil ansprach. Der Japaner schwieg und folgte ihm auf das Gelände.
Sekunden vergingen. Dann seufzte er. "Wir hatten ihn, Liam. Ich war so sehr auf ihn fokussiert, dass ich meine Umwelt aus dem Blick verloren habe. Und dann... war ich zu langsam. Wir waren so nahe dran ihn dem Konzil vor die Füße zu werfen. Und jetzt? Ich fühle mich an der Nase herum geführt: Alles, was wir gesehen haben... war geplant gewesen. Und wir sind drauf reingefallen. Kein Angriff... kein Täter... Nichts... wir sind wieder am Anfang."
Er schüttelte den Kopf.
"Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Anschuldigung gegen Gambit nicht vielleicht doch recht habe. Nur weil Alle ihm trauen... die Nephandi sind Meister der Täuschung sagen sie. Vielleicht hat er sie alle getäuscht?"
Ein Schnaufen voller Frust folgte.
"Yubilée sagt sie sei Jägerin. Sie wäre hier, um Nephandi zu jagen. Aber... sie sagte das erst nachdem wir die Nephandi aufgedeckt haben. Zu spät, um ihr wirklich glauben zu können."
Seine Augen wanderten zum Wasser. Dann zu Liam.
"Jeder... von uns, der am Konzil beteiligt war... und jeder der es nicht war... könnte der Angreifer sein... oder seine Herrin. Absolut jeder... ... außer dir."
"Du suchst eine Wohnung? Hier?"
Seine Augen wanderten zu Liam.
"Wie kurzfristig musst du ausziehen? Wenn du willst kannst du im Dojo schlafen, bis du etwas... gefunden hast."
Auf der anderen Seite: War ein Hafen wirklich so viel schlechter, als ein alter Supermarkt? Masamune grinste. Ein Grinsen, dass verstarb, als Liam das Konzil ansprach. Der Japaner schwieg und folgte ihm auf das Gelände.
Sekunden vergingen. Dann seufzte er. "Wir hatten ihn, Liam. Ich war so sehr auf ihn fokussiert, dass ich meine Umwelt aus dem Blick verloren habe. Und dann... war ich zu langsam. Wir waren so nahe dran ihn dem Konzil vor die Füße zu werfen. Und jetzt? Ich fühle mich an der Nase herum geführt: Alles, was wir gesehen haben... war geplant gewesen. Und wir sind drauf reingefallen. Kein Angriff... kein Täter... Nichts... wir sind wieder am Anfang."
Er schüttelte den Kopf.
"Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Anschuldigung gegen Gambit nicht vielleicht doch recht habe. Nur weil Alle ihm trauen... die Nephandi sind Meister der Täuschung sagen sie. Vielleicht hat er sie alle getäuscht?"
Ein Schnaufen voller Frust folgte.
"Yubilée sagt sie sei Jägerin. Sie wäre hier, um Nephandi zu jagen. Aber... sie sagte das erst nachdem wir die Nephandi aufgedeckt haben. Zu spät, um ihr wirklich glauben zu können."
Seine Augen wanderten zum Wasser. Dann zu Liam.
"Jeder... von uns, der am Konzil beteiligt war... und jeder der es nicht war... könnte der Angreifer sein... oder seine Herrin. Absolut jeder... ... außer dir."
Täuschung und Schein gleichen dem Traum und die Erleuchtung dem Erwachen daraus. Wer träumt, weiß nicht, dass er träumt. Nur der Erwachte weiß, dass er geträumt hat.
Pu’an
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