Franklin stand am Arbeitstisch in der Requisitenwerkstatt und blickte konzentriert auf die Schaumstoffplatten vor ihm. Soweit so gut - die meisten Schnittmuster hatte er von der Schablone auf den EVA-Schaumstoff übertragen. Jetzt würde die gleich die Hitzepistole zum Einsatz kommen um die Puzzleteile von der zweiten in die dritte Dimension zu bringen.
Vor seinem geistigen Auge formte sich schon der Kopf der Puppe - ein groteske Fratze mit drei Augen, dazwischen zwei rüsselartige Schnauzen - wie zwei Schweineköpfe zu einem Gesicht aneinander verschmolzen.
Hmmm... aber es schien doch etwas zu groß und komplex für eine Handpuppe zu werden. Und vielleicht nicht wirklich publikumstauglich? Aber er konnte ja immer noch eine Halloweenmaske für sich daraus machen falls - da riss ihn der Alarmton seines iPhones aus den Gedanken.
Gereizt blickt er auf das Display. "14:00 HUB - Mentor treffen"
Hä?! Welchen Mentor? Ach, das war heute?! Shit, er wollte doch später noch ins VivaArts. Musste das wirklich sein?
Er spielte kurz mit dem Gedanken, einfach abzusagen. Terminkollision.
Aber wie erkläre ich das dann Mom? Sie hatte ja oft genug gefragt, ob er dem Mentor schon geschrieben hatte. War ja nicht seine Schuld, dass er die Mail vom UW-Postfach in seinem Gmail-Konto erst ein paar Tage später gefunden hatte.
" [...] Bitte tretet in den nächsten 5 Tagen miteinander in Kontakt, um ein erstes Kennelernen zu vereinbaren."
Jaja... also gut. Hastig räumte er die Schaumstoffteile und das übrige Material in eine Plastikbox und räumte sie in einen Spind.
Warum hatte er die Erinnerung denn genau auf den vereinbarten Zeitpunkt gelegt und nicht früher?! Egal, ich schreib ihm schnell ne WhatsApp, dass es bischen später wird.
Er scrollte durch seine Kontaktliste aber konnte den Mentor nicht finden. Wie hieß der Typ noch mal? Ian? Lee?? Leland Carter??? Er hatte ihn nicht gespeichert. Großartig. Okay, schnell noch mal in Gmail ... da! Liam Carpenter. Schnell kopierte er die Handynummer und legte einen neuen Kontakt an. Hatte er WhatsApp? Blöde Frage. Nachricht ging raus:
14:07 : "Hey Liam, Franklin hier. Bin jetzt auf dem Weg und gleich da - sorry, hatte Trouble."
Franklin schnappte seinen Rucksack, verließ den Scene & Prop Shop, schwang sich auf sein Rad trat in die Pedalen. Vorbei an Meany Hall und der Bibliothek - zum Glück war es nicht weit bis zum HUB. Er parkte sein Rad, joggte ins Husky Union Building und nahm zwei Stufen auf einmal in den Husky Den Food Court. Kurz ließ er den Blick über die Tische wandern aber er hatte ja noch keine Ahnung, wie dieser Liam aussieht. Er zuckte die Schultern und zückte sein Handy, während er zielstrebig das Firecracker ansteuerte. Asiatisch-scharf war jetzt genau das Richtig. Er hatte auch nur ein paar Müsliriegel zum Mittag gehabt.
14:16: "Bin jetzt da und am Firecracker."
In der Höhle der Huskys [Franklin, Liam]
In der Höhle der Huskys [Franklin, Liam]
"Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können."
- Friedrich Nietzsche
- Friedrich Nietzsche
- Liam Carpenter
- Beiträge: 554
- Registriert: Fr 14. Mär 2025, 19:48
Re: In der Höhle der Huskys [Franklin, Liam]
Liam wartete bereits seit einer ganzen Weile und hatte die Hoffnung beinahe aufgegeben als sein Handy sich doch noch mit einer Nachricht meldete. Ziemlich spät, aber naja immerhin. Er stand auf, tippte eine Antwort in den Chat und machte sich dann mit den beiden Kaffeebechern in der Hand auf den Weg hinüber zum Firecracker.
14:16: Ich komm rüber. Jeansjacke. Zwei Becher Kaffee.
Das genügte vermutlich um ihn zu identifizieren. Suchend blieb er nahe der Theke stehen und sah sich um. Neben der offensichtlichen Tatsache dass er native american war stach Liam aus der Masse nicht besonders hervor. Jeansjacke, darunter ein Hoodie mit einem Blauwalprint, Treckinghose, Boots und eine Umhängetasche der man ansah dass sie täglich in gebrauch war. Am auffälligsten war vermutlich die Kette die unter dem Hoddiekragen hervorlugte und die aus farbigen Holzperlen und Anhängern zu bestehen schien. Außerdem waren beide Hände an mehreren Stellen mit Pflastern beklebt. Souvenirs der fast abgeschlossenen Bootsrenovierung.
14:16: Ich komm rüber. Jeansjacke. Zwei Becher Kaffee.
Das genügte vermutlich um ihn zu identifizieren. Suchend blieb er nahe der Theke stehen und sah sich um. Neben der offensichtlichen Tatsache dass er native american war stach Liam aus der Masse nicht besonders hervor. Jeansjacke, darunter ein Hoodie mit einem Blauwalprint, Treckinghose, Boots und eine Umhängetasche der man ansah dass sie täglich in gebrauch war. Am auffälligsten war vermutlich die Kette die unter dem Hoddiekragen hervorlugte und die aus farbigen Holzperlen und Anhängern zu bestehen schien. Außerdem waren beide Hände an mehreren Stellen mit Pflastern beklebt. Souvenirs der fast abgeschlossenen Bootsrenovierung.