Es war das erste Training nach dem Konzil. Masamune war deutlich früher als abgesprochen im Dojo und hatte bereits mit seinen Übungen angefangen. Seit dem Zusammentreffen auf der Space Needle trainierte der Samurai noch verbissener als sonst, aber selbst das war kein Vergleich zu heute. In jedem Schlag zeigte sich der Frust. In jeder Bewegung der Zweifel. Es war als müsste er all das hinaus lassen, um beim Gespräch mit Meron zum Gleichgewicht zurück zu finden, dass sie ihm beibrachte. Doch es half Nichts. Dieses Konzil hatte seinen Frieden zu sehr aufgewühlt.
Die Beleidigung, die Erkenntnis den Nephandi aufgelaufen zu sein. Die Dinge, die gesagt und getan wurden. Die Dinge, die nicht gesagt und nicht getan wurden.
Als die Trainingsstunde begann, war Masamune gerade dabei einen Boxsack - im wahrsten Sinne des Wortes - mit Do-Techniken zu verprügeln.
Die Suche hat gerade erst begonnen [Masamune, Meron (SL)]
Die Suche hat gerade erst begonnen [Masamune, Meron (SL)]
Täuschung und Schein gleichen dem Traum und die Erleuchtung dem Erwachen daraus. Wer träumt, weiß nicht, dass er träumt. Nur der Erwachte weiß, dass er geträumt hat.
Pu’an
Pu’an
Re: Die Suche hat gerade erst begonnen [Masamune, Meron (SL)]
Während Masamune auf den Boxsack einschlug und diesen malträtierte beobachtete Meron ihn von der Tür des Raumes aus. In ihrem Dojo gab es natürlich auch für so etwas raum. Sie ließ ihren Schüler seinen Frust an dem Gegenstand auslassen und lies so auch den Beginn der Stunde etwas nach hinten fallen. Schließlich aber ergriff sie das Wort. "Deine Technik ist schlechter geworden, seit dem letzten Mal."
Die Stimme der Afroamerikanerin durchschnitt die Wut und den Zweifel in Masamunes Kopf wie ein Schwert das den Nebel teilte. Er merkte, dass mehr hinter den Worten lag, als nur die Stimme Merons. Die Worte trugen den Abdruck ihres ruhigen Geistes mit sich. Sie unterdrückten seine Gefühle nicht. Wischten sie nur kurz beiseite, damit die Worte ihn erreichten. Mehr nicht.
Meron trug an diesem Tag einen schneeweißen Gi mit einem ebenso weißen Gürtel. Trotzdem war sie natürlich Barfuß. Ihre braunen Augen hatten den Samurai vor ihr fixiert.
Die Stimme der Afroamerikanerin durchschnitt die Wut und den Zweifel in Masamunes Kopf wie ein Schwert das den Nebel teilte. Er merkte, dass mehr hinter den Worten lag, als nur die Stimme Merons. Die Worte trugen den Abdruck ihres ruhigen Geistes mit sich. Sie unterdrückten seine Gefühle nicht. Wischten sie nur kurz beiseite, damit die Worte ihn erreichten. Mehr nicht.
Meron trug an diesem Tag einen schneeweißen Gi mit einem ebenso weißen Gürtel. Trotzdem war sie natürlich Barfuß. Ihre braunen Augen hatten den Samurai vor ihr fixiert.
Re: Die Suche hat gerade erst begonnen [Masamune, Meron (SL)]
Merons Worte erreichten Masamune. Und sie bewirkten, was sie bewirkten sollten. Er war nicht nur hier, um über die Ereignisse vor und während des Konzils zu sprechen. Er war gekommen, weil er Hilfe dabei brauchte seinen Geist zu beruhigen. Das wurde ihm in dem Moment klar, als Meron sprach. Seine Faust verharrte auf dem Boxsack.
Ohne zu antworten, atmete der Samurai aus. Eine Geste der Erleichterung und der Dankbarkeit. Es war als hätten ihre Worte den dringend notwendigen Stromschlag bei einem Herzkammerflimmern ausgelöst. Ein Flimmern, dass nicht seinen Körper sondern seinen Verstand beeinträchtigt hatte.
Masamune hielt inne und nahm die Grundhaltung an. Absolute Basics. Jene Bewegungen, die er schon verinnerlicht hatte und die ihn erdeten, weil er nicht mehr nachdenken musste. Er nahm sich vollends zurück und erlaubte damit auch seinen Gedanken zurück zu treten. Dann wiederholte er die letzte Kata. Ruhiger. Gefestigter... Besser, wenn gleich noch immer Luft nach oben war. *
Erst jetzt drehte sich Masamune um und verbeugte sich tief. Das "Training" zuvor hatte ihn zum Schwitzen gebracht, aber immerhin wirkte er jetzt ein wenig klarer.
"Danke, Sifu. Und... verzeiht. Ich hätte diesen Schritt inzwischen alleine gehen können müssen. Ich habe noch viel zu lernen."
Er war streng mit sich selber, weil er wusste, dass er so zu einem Besseren selbst finden würde.
im Kontrast zu ihr trug er einen schwarzen Gi über seine helle Haut. Ying und Yang. Jeder für sich und auch zusammen.
"Ich hoffe ihr habt euch erholen können?"
----------------
Meditation:
Pool 5 | Diff 6
9, 7, 4, 3, 3 => 2 Sux
Do:
Pool 6 | Diff 6 | WP
8, 7, 6, 2, 1, 1 => 2 Sux
Ohne zu antworten, atmete der Samurai aus. Eine Geste der Erleichterung und der Dankbarkeit. Es war als hätten ihre Worte den dringend notwendigen Stromschlag bei einem Herzkammerflimmern ausgelöst. Ein Flimmern, dass nicht seinen Körper sondern seinen Verstand beeinträchtigt hatte.
Masamune hielt inne und nahm die Grundhaltung an. Absolute Basics. Jene Bewegungen, die er schon verinnerlicht hatte und die ihn erdeten, weil er nicht mehr nachdenken musste. Er nahm sich vollends zurück und erlaubte damit auch seinen Gedanken zurück zu treten. Dann wiederholte er die letzte Kata. Ruhiger. Gefestigter... Besser, wenn gleich noch immer Luft nach oben war. *
Erst jetzt drehte sich Masamune um und verbeugte sich tief. Das "Training" zuvor hatte ihn zum Schwitzen gebracht, aber immerhin wirkte er jetzt ein wenig klarer.
"Danke, Sifu. Und... verzeiht. Ich hätte diesen Schritt inzwischen alleine gehen können müssen. Ich habe noch viel zu lernen."
Er war streng mit sich selber, weil er wusste, dass er so zu einem Besseren selbst finden würde.
im Kontrast zu ihr trug er einen schwarzen Gi über seine helle Haut. Ying und Yang. Jeder für sich und auch zusammen.
"Ich hoffe ihr habt euch erholen können?"
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Meditation:
Pool 5 | Diff 6
9, 7, 4, 3, 3 => 2 Sux
Do:
Pool 6 | Diff 6 | WP
8, 7, 6, 2, 1, 1 => 2 Sux
Täuschung und Schein gleichen dem Traum und die Erleuchtung dem Erwachen daraus. Wer träumt, weiß nicht, dass er träumt. Nur der Erwachte weiß, dass er geträumt hat.
Pu’an
Pu’an
Re: Die Suche hat gerade erst begonnen [Masamune, Meron (SL)]
Meron beobachtete das Kata ihres Schülers ohne etwas zu sagen und lies auch nach seinen Worten noch einige Sekunden der Stille folgen. Mit langsamen Schritten ging sie um ihren Schüler herum und verschränkte dabei die Arme hinter dem Rücken. Dabei war sie kerzengerade aufgerichtet. Die Bewegungen flüssig und doch kraftvoll. "Du hast recht. Du stehst noch am Anfang deines Weges. Gut das du dich daran wieder erinnerst hast. Schienst du es doch für eine kurze Zeit vergessen zu haben."
Sie blieb wieder vor ihm stehen. Im Gegensatz zu ihm hatte sie diesmal keine Verbeugung vor ihm vollführt. Auch kein Nicken des Sensai um einen Schüler zu grüßen. "Das Ziel ist es diesen Schritt nicht gehen zu müssen." ergänzte sie.
Immerhin die Stimme Merons war nicht mehr heiser, sondern wieder wie gewohnt. Trotzdem ging sie nicht direkt auf seine Frage ein, die ihren Gesundheitszustand zum Ziel hatte. Stattdessen ging sie einer der Wände, an der verschiedene Kung Fu Waffen hingen und auch ein Ständer stand aus dem mehrere Schwertgriffe heraus ragten. Sie ergriff einen davon und holte die Waffe hervor, die tatsächlich gar kein Schwert war und auch traditionelle Waffe aus dem Kung Fu. Es war eine Metallstange, die scheinbar nur in den obersten fünf Zentimetern eine scharfe Klinge auswies. Ansonsten aber stumpf zu sein schien. Dafür hatte sie einen metallenen Haken an der Seite, der zwar ebenso nicht scharf erschien, aber sicher einen Sinn hatte.
Während sie zu ihm zurück kam wog sie die Waffe in der Hand und lies sie einige Male um ihr Handgelenk wirbeln. "Dein Stolz und deine Ehre haben dich in diesen Zustand gebracht. Wenn du dich von Worten allein aus dem Gleichgewicht bringen lässt, wie einfach fällt es dann erst einem wahren Feind deine Balance zu brechen?"
Sie überreichte ihm die Jitte, die erstaunlich schwer war. Vermutlich war der Metallstab der das Herz der Waffe bildete massiv. "Um zu lernen wirst du deine Schwerter bis auf weiteres nicht mehr ziehen. Statt dessen wirst du mit dieser Waffe trainieren." Merons Blick war unnachgiebig und es war ziemlich ersichtlich das sie keinerlei Widerspruch erwartete.
Sie blieb wieder vor ihm stehen. Im Gegensatz zu ihm hatte sie diesmal keine Verbeugung vor ihm vollführt. Auch kein Nicken des Sensai um einen Schüler zu grüßen. "Das Ziel ist es diesen Schritt nicht gehen zu müssen." ergänzte sie.
Immerhin die Stimme Merons war nicht mehr heiser, sondern wieder wie gewohnt. Trotzdem ging sie nicht direkt auf seine Frage ein, die ihren Gesundheitszustand zum Ziel hatte. Stattdessen ging sie einer der Wände, an der verschiedene Kung Fu Waffen hingen und auch ein Ständer stand aus dem mehrere Schwertgriffe heraus ragten. Sie ergriff einen davon und holte die Waffe hervor, die tatsächlich gar kein Schwert war und auch traditionelle Waffe aus dem Kung Fu. Es war eine Metallstange, die scheinbar nur in den obersten fünf Zentimetern eine scharfe Klinge auswies. Ansonsten aber stumpf zu sein schien. Dafür hatte sie einen metallenen Haken an der Seite, der zwar ebenso nicht scharf erschien, aber sicher einen Sinn hatte.
Während sie zu ihm zurück kam wog sie die Waffe in der Hand und lies sie einige Male um ihr Handgelenk wirbeln. "Dein Stolz und deine Ehre haben dich in diesen Zustand gebracht. Wenn du dich von Worten allein aus dem Gleichgewicht bringen lässt, wie einfach fällt es dann erst einem wahren Feind deine Balance zu brechen?"
Sie überreichte ihm die Jitte, die erstaunlich schwer war. Vermutlich war der Metallstab der das Herz der Waffe bildete massiv. "Um zu lernen wirst du deine Schwerter bis auf weiteres nicht mehr ziehen. Statt dessen wirst du mit dieser Waffe trainieren." Merons Blick war unnachgiebig und es war ziemlich ersichtlich das sie keinerlei Widerspruch erwartete.
Re: Die Suche hat gerade erst begonnen [Masamune, Meron (SL)]
Masamune runzelte die Stirn, als sie sagte, dass er vergessen zu haben schien, dass er noch immer viel zu lernen hatte. Die Frage, die in seinem Blick lag, verstärkte sich noch weiter, als sie den Gruß ausließ. Doch Masamune sagte Nichts, wartete ab. Ließ das folgende über sich ergehen. Was dann folgte, war kein Widerspruch. Er schluckte seinen Stolz herunter.
Stattdessen nahm der Samurai die Jitte an sich. Ein Stock... den die japanische Polizei in der Edo-Zeit genutzt hatte. Nicht die Waffe eines Kriegers. Dennoch verbeugte er sich vor Meron bei der Übergabe. "Ja, Sensai."
Dann kniete er sich nieder, legte die Jitte erst vor sich ab, dann sein Schwert. Aus seinem Haar löste er das Band, welches seinen Zopf hielt und knotete damit das Katana an der Scheide fest, sodass er es nicht mehr ziehen konnte. Vor dem Aufstehen, steckte er die Klinge wieder an den Gürtel, die Jitte im Anschluss.
"Wenn ich euch durch meine Taten oder Worte beleidigt oder erzürnt habe, tut es mir leid, Sensai. Das lag nicht in meiner Absicht. Es waren nicht die Worte der Gaoru allein. Es war... ... einfach Alles. Die Erkenntnis einem solchen Schwindel aufgelaufen zu sein. Die Erinnerung an mein Versagen an der Space Needle. Und dann erst die Worte. Aber ihr habt Recht... ... ich muss besser sein, als das."
Stattdessen nahm der Samurai die Jitte an sich. Ein Stock... den die japanische Polizei in der Edo-Zeit genutzt hatte. Nicht die Waffe eines Kriegers. Dennoch verbeugte er sich vor Meron bei der Übergabe. "Ja, Sensai."
Dann kniete er sich nieder, legte die Jitte erst vor sich ab, dann sein Schwert. Aus seinem Haar löste er das Band, welches seinen Zopf hielt und knotete damit das Katana an der Scheide fest, sodass er es nicht mehr ziehen konnte. Vor dem Aufstehen, steckte er die Klinge wieder an den Gürtel, die Jitte im Anschluss.
"Wenn ich euch durch meine Taten oder Worte beleidigt oder erzürnt habe, tut es mir leid, Sensai. Das lag nicht in meiner Absicht. Es waren nicht die Worte der Gaoru allein. Es war... ... einfach Alles. Die Erkenntnis einem solchen Schwindel aufgelaufen zu sein. Die Erinnerung an mein Versagen an der Space Needle. Und dann erst die Worte. Aber ihr habt Recht... ... ich muss besser sein, als das."
Täuschung und Schein gleichen dem Traum und die Erleuchtung dem Erwachen daraus. Wer träumt, weiß nicht, dass er träumt. Nur der Erwachte weiß, dass er geträumt hat.
Pu’an
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